AuftragswertDie Auswahl der Verfahrensart und zum Teil auch die Frage, welche internen Genehmigungen einzuholen oder Mitzeichnungen einzuhalten sind, ergeben sich maßgeblich aus der Höhe des Auftragswerts. Die Ermittlung des richtigen Auftragswerts hat mithin nicht nur – aber auch – vielfältige vergaberechtliche Implikationen. Ein Gastbeitrag von Herrn Dr. Christian-David Wagner befasst sich mit der Frage, wie bzw. unter Berücksichtigung welcher Aspekte der Auftragswert korrekt zu ermitteln ist:


 

Zur korrekten Ermittlung des Auftragswertes

Um ein Vergabeverfahren einleiten und korrekt durchführen zu können, muss vorab der Wert des auszuschreibenden Auftrags ermittelt werden. Wie bei der Wertermittlung konkret vorzugehen und worauf dabei besonders zu achten ist, ist Inhalt des folgenden Beitrags.

Bedeutung des Auftragswertes

Bedeutung erlangt die korrekte Bestimmung des Auftragswerts in zweierlei Hinsicht. Zum einen aus haushaltsrechtlicher Sicht, um feststellen zu können, ob die notwendigen finanziellen Mittel überhaupt zur Verfügung stehen. Zum anderen ist die Wertermittlung ausschlaggebend dafür, ob ein nationales oder europaweites Vergabeverfahren durchzuführen ist. Überschreitet der Auftragswert den jeweiligen Schwellenwert sind grundsätzlich die europäischen Vergabevorschriften zu beachten und es ist somit europaweit auszuschreiben. Den gesamten Artikel lesen…

Niedersachsen ZeichenZum 26. Februar 2014 ist die Verordnung über Auftragswertgrenzen zum Niedersächsischen Tariftreue- und Vergabegesetz (NWertVO) in Kraft getreten.

Die Verordnung regelt die Grenzen für Auftragswerte, bis zu deren Erreichen eine Auftragsvergabe im Wege einer Beschränkten Ausschreibung bzw. Freihändigen Vergabe zulässig ist.

Wertgrenzen

Abweichend von den Vorgaben des § 3 VOB/A dürfen Aufträge bis zu einem Auftragswert von 25.000,- € (wie auch im Folgenden alle Werte ohne Umsatzsteuer) freihändig vergeben werden (statt 10.000,- € nach § 3 Abs. 5 Satz 2 VOB/A). Einschränkend gilt nur, dass ab 10.000,- € Auftragswert mindestens drei geeignete Bewerber zur Angebotsabgabe aufgefordert werden sollen (analog § 6 Abs. 2 Nr. 2 VOB/A, der nur den Fall der Beschränkten Ausschreibung regelt).

Im Bereich der Liefer- und Dienstleistungen darf bis zu einem Wert von 50.000,- € im Wege der Beschränkten Ausschreibung und bis 25.000,- € im Wege der Freihändigen Vergabe vergeben werden. Den gesamten Artikel lesen…