Das sogenannte „Zwei-Umschlag-Verfahren“ ermöglicht es, die Angebotsprüfung und qualitative Wertung durchzuführen, ohne Kenntnis von den Angebotspreisen zu erhalten. Mit ihm kann nicht nur der Zeitpunkt der Kenntnisnahme der Angebotspreise gesteuert werden, sondern zudem auch der Personenkreis eingegrenzt werden, der Zugriff auf die Preise erhalten soll. Gleichwohl dieses Vorgehen insbesondere im Zusammenhang mit Planungsleistungen in der Praxis Einzug gehalten hat, lässt es sich auch auf eine Reihe anderer Bereiche und Anwendungsfälle übertragen. 

Ursprünglich sollte mit diesem Verfahren gerade im Bereich der Planungsleistungen eine Verbesserung der Qualität der gestalterischen Lösung und damit eine weitere Abwendung von einem reinen Preiswettbewerb erreicht werden. Es wurde unter anderem vom Verband Beratender Ingenieure (VBI) vorgeschlagen. In der vom VBI vorgebrachten Variante sollen zuerst nur die technischen und gestalterischen Lösungen bewertet werden. Anhand von Bewertungskriterien werden beispielsweise die drei besten Lösungen ermittelt. Erst von diesen werden anschließend die dazugehörigen Umschläge mit den Preisangaben geöffnet. Nach einem vorher festgelegten Schlüssel sollen technische und gestalterische Lösung und der Preis gewichtet und das wirtschaftlichste Angebot ermittelt werden.

Je nach den Zielen der Vergabestelle kann die so entstehende grundsätzliche Trennung der Preisangaben von den sonstigen Angebotsinhalten auch für eine Reihe weiterer Prozesse und Anforderungen Anwendung finden. Was in der vordigitalen Zeit bzw. bei postalischer Angebotsabgabe – vergleichbar der Einreichung der Urkalkulationen – über eine Umschlag-in-Umschlag-Methode (Zwei-Umschlag-Verfahren) recht einfach realisierbar war, bedarf bei einer elektronischen Abbildung der Kommunikation und Prozesse neuer Funktionen. Den gesamten Artikel lesen…

Logo VergabemanagementsystemMit den Versionen 8.3 und 8.4 des cosinex Vergabemanagementsystem (VMS) haben wir zahlreiche neue Funktionen, aber auch Verbesserungen bereitgestellt, die nicht nur die Arbeit mit der Lösung vereinfachen: Durch neue Schnittstellen lässt sich das VMS jetzt noch einfacher in bestehende Drittsysteme integrieren.

Stephan Vielhaber, seit rund zehn Jahren in den Entwicklungs-Teams der cosinex tätig und seit letztem Jahr Produktmanager für das VMS, stellt einen Auszug der wichtigsten Neuerungen vor.

Vorlagenverwaltung für Wertungskriterien / Fragenkataloge und Leistungsverzeichnisse

Bei der Nutzung des VMS entscheiden Vergabestellen je Vergabeverfahren, ob die Angebotswertung sowie Leistungsverzeichnisse innerhalb des Systems erfasst oder ob diese außerhalb der Lösung in Drittsystemen (wie etwa ERP-Systeme oder auch Microsoft Excel) erstellt und danach importert werden soll.

Neben der seit langem bestehenden Möglichkeit des Imports haben wir mit der Version 8.3 eine Vorlagenverwaltung eingeführt, mit der Nutzer sowohl Wertungskriterien (Wertungsbäume) bzw. die entsprechenden Fragenkataloge, als auch Leistungsverzeichnisse als Vorlagen direkt innerhalb der Lösung abspeichern können, um diese für spätere Ausschreibungen zu verwenden. Die Vorlagenverwaltung ergänzt die bereits seit der Version 7 bestehende Kopierfunktion, mit der ganze E-Vergabeakten als Vorlage für neue Ausschreibungen verwendet werden können.

Der Inhalt jeder Vorlage kann vor der Übernahme als Vorschau im XLS-Format heruntergeladen und z.B. in Microsoft Excel oder Open Office eingesehen werden. Bei Bedarf kann über diesen Weg die Vorlage auch mit Excel & Co. (weiter-)bearbeitet, lokal gespeichert und über die Importfunktion in die aktuelle Vergabeakte übernommen werden. Den gesamten Artikel lesen…

Logo VergabemanagementsystemMit der in dieser Woche zur Auslieferung vorgesehenen Version 8.2 des Vergabemanagementsystems (VMS) stellen wir neben allgemeinen technischen Weiterentwicklungen zahlreiche neue Funktionen zur Verfügung. Die wichtigsten Änderungen sowie Anpassungen aus der bereits im 1. Quartal diesen Jahres bereitgestellten Version 8.1 möchten wir Ihnen im Folgenden kurz vorstellen. Einzelne Funktionen sind abhängig davon, ob eine E-Vergabeplattform auf Basis des cosinex Vergabemarktplatzes (VMP) angebunden ist oder die eVergabe-Online des Bundes.

Neue Wertungsmethoden

Innerhalb der E-Vergabeakten, die nach Bereitstellung der neuen Version angelegt werden, können drei neue Wertungsmethoden zur Ermittlung des wirtschaftlichsten Angebots verwendet werden:

  • Bestangebots-Quotienten-Methode
  • Gewichtete Richtwertmethode – Medianmethode
  • Bewertung mittels Qualitäts- und separaten Kostenkriterien

Des Weiteren wurde die Wertungsmethode „Gewichtung Preis/Kriterien“ im Zuge der Erweiterung klarstellend in „Preis-Quotient-Methode“ umbenannt. Den gesamten Artikel lesen…

Das Vergaberecht nach dem 4. Teil des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) findet nur auf Aufträge Anwendung, deren Nettoauftragswert die sogenannten EU-weit einheitlichen Schwellenwerte erreicht oder überschreitet.

Die Schwellenwerte sind in den EU-Vergaberichtlinien festgelegt und werden alle zwei Jahre durch die EU überprüft und im Regelfall auch angepasst, zuletzt Anfang 2016. Daher war bereits mit einer Änderung zum Jahresende zu rechnen. Zwar liegen noch keine offiziellen Mitteilungen vor, allerdings hat das Online-Magazin KOMMUNAL, welches in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) herausgegeben wird, wohl auf Grundlage von Entwürfen der EU-Kommission über eine Erhöhung der EU-Schwellenwerte berichtet.

Hiernach ist mit einer Anpassung der Schwellenwerte wie folgt zu rechnen.

Auftragsart

Neu

Alt

Bauaufträge

5.548.000 €

5.225.000 €

Liefer- und Dienstleistungsaufträge

221.000 €

209.000 €

Liefer- und Dienstleistungsaufträge
(obere und oberste Bundesbehörden)

144.000 €

135.000 €

Liefer- und Dienstleistungsaufträge
(Sektorenbereich, Verteidigung/Sicherheit)

443.000 €

418.000 €

Eine Umsetzung durch den deutschen Gesetzgeber ist nicht mehr erforderlich, da die EU-Vorschriften durch die dynamischen Verweisungen in den Vergabeverordnungen Den gesamten Artikel lesen…

Logo Vergabemanagementsystem - VMSLiebe Kunden, Interessenten und Partner,

wie bereits im Januar angekündigt, haben wir uns im Hinblick auf die Weiterentwicklung aller Lösungen im Bereich der E-Vergabe für dieses Jahr einiges vorgenommen. Nach der Version 7 im Januar hatten wir das letzte sog. „Major-Release“ 7.1 des cosinex Vergabemanagementsystems im Osternest versteckt. Seit heute steht mit der Version 7.1.1 ein sog. „Minor-Release“ des VMS zur Verfügung. Kunden, die bereits länger mit unseren Lösungen arbeiten, kennen den Unterschied: Die Kennzeichnung eines Minor-Release über die dritte Ziffer der Versionsnummer kennzeichnet, dass im Regelfall keine grundlegend neuen Funktionen eingeführt wurden. Die Version 7.1.1 macht eine Ausnahme und bietet im Hinblick auf die automatische Verarbeitung elektronischer Angebote spannende neue Features, gerade was die Zusammenarbeit mit gängigen Office-Lösungen wie z.B. Microsoft Office betrifft.

Import von Fragenkatalogen bzw. Kriterien

Bereits mit der Version 7 wurde eine neue Standard-Vergabeunterlage integriert, mit der Fragenkataloge oder die Zuschlagskriterien als Excel-Datei ausgegeben bzw. den Vergabeunterlagen hinzugefügt werden konnten. Den gesamten Artikel lesen…

OsternestLiebe Kunden, Interessenten und Partner,

für alle Nutzer des cosinex Vergabemanagementsystems in der Cloud Edition (VMS CE) haben wir im diesjährigen Osternest ein besonderes Highlight versteckt: Die neue Version 7.1 des VMS wird am heutigen Abend im Produktivsystem zur Verfügung gestellt. Inhalte sind neben weiteren landesspezifischen Anpassungen u.a. im Zuge des Inkrafttretens des TVgG-NRW sowie neuen Formulare in Brandenburg die Möglichkeiten, Wertungen, die außerhalb des VMS durchgeführt wurden, noch strukturierter als bislang innerhalb der E-Vergabeakte zu dokumentieren. Weitere Features betreffen das Anlegen neuer Vergabeakten direkt von der personalisierten Startseite des Nutzers sowie die konfigurierbare Anzeige eingegangener elektronischer Angebote bzw. Teilnahmeanträge vor Ablauf der Angebots- bzw. Teilnahmefrist.

Die Release-Note zur neuen Version finden Sie wie gewohnt im Support-Center der cosinex. Allen Betreibern der Enterprise Version wird das Update zur Verfügung gestellt. Die Bereitstellung der neuen Funktionen in diesen Systemen wird durch die Betreiber bzw. den für den Betrieb der Lösung zuständigen Rechenzentrums-Partner festgelegt. Den gesamten Artikel lesen…

Logo VergabemanagementsystemFür dieses Jahr haben wir uns insbesondere im Hinblick auf die Weiterentwicklung unserer Lösungen viel vorgenommen! Den ersten Schritt können wir Ihnen bereits heute mit der neuen Version 7 des VMS vorstellen, die noch in dieser Woche bereitgestellt wird. Neben vielen Vorarbeiten zur anstehenden Reform der Unterschwellenvergaben und der kommenden UVgO wurden mit der neuen Version fast ausschließlich Anregungen unserer Nutzer aus der Praxis umgesetzt.

Bereits die letzte, Ende November bereitgestellte Version 6.6.2 unserer Lösung zur Unterstützung der E-Vergabeakte und der internen Vergabeprozesse hat viele Neuerungen gebracht: Von dem Kopieren von Vergabeakten, Anpassungen für die neue EU-Schnittstelle, die Funktion insbesondere für Prüfer oder Projektanten oder das Multi-Mandanten-Login, um mit einem Nutzerkonto in unterschiedlichen Mandanten arbeiten zu können. Bereits seit einigen Monaten haben unsere Teams zum Teil parallel an der neuen Version 7 gearbeitet.

Screenshot Startbildschirm VMS

Freihändige Vergabe 2.0

In vielen Vergabestellen stellen die freihändigen Vergaben einen Großteil der abzuwickelnden Beschaffungen dar. Daher kommt es gerade hier darauf an, diese Vergaben als „Massengeschäft“ der Vergabestelle möglichst effizient abzuwickeln. Den gesamten Artikel lesen…

e-akteSeit einigen Wochen läuft die Ausschreibung für die E-Akte des Bundes. 200.000 Arbeitsplätze sollen bis 2020 Zugang zur elektronischen Aktenführung erhalten. Vom Branchenverband Bitkom wird in der Ausschreibung ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur digitalen Bundesverwaltung gesehen, die Einführung der E-Akte ist Teil des Projektes „IT-Konsolidierung Bund“.

Dabei existieren heute bereits eine Reihe von Fachverfahren auf allen Verwaltungsebenen, die elektronische Akten allerdings mit Fokus auf spezifische Aufgabenstellungen führen. Diese Fachverfahren intelligent in eine zentrale E-Akte zu integrieren und die Informationen dort verfügbar zu machen ist wohl für alle Einführungsprojekte einer E-Akte eine der bedeutendsten Herausforderungen.

Dieser Herausforderung haben wir uns für das Vergabemanagementsystem (VMS) bereits vor einigen Jahren gestellt und in unsere Lösung eine Schnittstelle auf Basis des internationalen CMIS-Standards integriert. E-Vergabeakten, die im VMS geführt wurden können so nach Abschluss des Verfahrens an ein Dokumentenmanagementsystem Den gesamten Artikel lesen…

In den vergangenen Tagen wurden den Nutzern und Betreibern die neuen Versionen unserer Kernlösungen für die E-Vergabe, der Vergabemarktplatz und das Vergabemanagementsystem, bereitgestellt.

Obwohl bereits die Vorarbeiten zur neuen Unterschwellenvergabeordnung (UVgO) laufen, bieten die jüngsten Versionen eine Reihe von Neuerungen, die die Arbeit mit den Lösungen noch schneller und einfacher machen.

Neuerungen im Vergabemarktplatz

Logo VergabemarktplatzUnsere Softwarelösung Vergabemarktplatz ist die technische Basis für viele E-Vergabeplattformen in Deutschland. Neben einzelnen Anpassungen, die im Nachgang zur Umsetzung der EU-Vergaberichtlinie und der Oberschwellenreform erforderlich wurden, gibt es auch im Vergabemarktplatz spannende neue Features.

Erweiterung der Funktion von Vorlagen

Für die Textfelder in den Verfahrensangaben der Bekanntmachung können individuelle Vorlagen hinterlegt werden. Diese Funktion stand im Zuge der Vergaberechtsreform seit April – auch vor dem Hintergrund der überarbeiteten Validierung der Verfahrensangaben nach Vorgabe der EU-Schnittstelle – nur einschränkt, d.h. für nationale Ausschreibungen zur Verfügung und wurde nun auch (wieder) für EU-weite Ausschreibungen bereitgestellt.

Nutzer mit der entsprechenden Berechtigung bzw. Rolle können Textvorlagen mandantenweit hinterlegen und verwalten.

Im Zuge dessen wurde auch die Möglichkeit umgesetzt, dass je Textfeld verschiedene Textvorlagen nacheinander ausgewählt werden können. Damit können statt ganzer Vorlagen auch einzelne Textbausteine je Feld hinterlegt werden. Den gesamten Artikel lesen…

Logo VergabemanagementsystemIn den vergangenen Wochen wurde den Nutzern des cosinex Vergabemanagementsystems (VMS) in der Cloud Edition sowie Betreibern der Enterprise Edition die neue Version 6.6 bereitgestellt.

Schwerpunkte der neuen Version betreffen insb. den neuen VMS-Connector, mit dem die Anbindung von unterschiedlichen Drittsystemen vereinfacht und standardisiert wird, Erweiterungen der im System abgebildeten Vergabeordnungen und Verfahrensarten (wie der Sektorenverordnung (SektVO) oder der Vergabeverordnung für die Bereiche Verteidigung und Sicherheit (VSVgV)) sowie die Möglichkeit der Dokumentation von Vergabeverfahren und Beschaffungsmaßnahmen, die nicht nach Maßgabe des deutschen Vergaberechts durchgeführt wurden.

Neuer VMS Connector und Erweiterung um eine Standard-ERP-Schnittstelle

Bei vielen Vergabestellen bestehen rund um die Vergabe öffentlicher Aufträge bereits zahlreiche Drittsysteme, um die unterschiedlichen komplementären Prozesse und Aufgaben zu verwalten. Gerade Vergabemanagementsysteme sollten sich daher möglichst flexibel und kosteneffizient in die bestehende IT-Landschaft der Organisation integrieren lassen. Die Anforderungen und eingesetzten IT-Lösungen sind dabei so unterschiedlich, wie die Vergabestellen selbst. Sei es durch den Einsatz verschiedener Dokumentenmanagement- bzw. Archivsysteme, die Nutzung von ERP-Systemen wie MACH oder SAP, Beschaffungs- bzw. GAEB-Lösungen wie myFutura oder die Nutzung unterschiedlichster E-Vergabeplattformen für die Kommunikation zwischen Vergabestelle und Bietern. Den gesamten Artikel lesen…