Das Umweltbundesamt hat zwei neue Leitfäden für die umweltfreundliche Beschaffung von Textilien veröffentlicht. In diesen wird sehr detailliert auf die Möglichkeiten eingegangen, bei der Beschaffung von Kleidung im Rahmen der öffentlichen Auftragsvergabe auch Nachhaltigkeitskriterien zu berücksichtigen. Interessant ist, dass dabei erneut der gesamte Produktionsprozess betrachtet wird, also z.B. auch Produktionsschritte zur Gewinnung von Rohmaterial wie Baumwolle in die Betrachtung einfließen.

Immer wieder widmet sich das Umweltbundesamt (UBA) in seinen Leitfäden der umweltfreundlichen Beschaffung von bestimmten Gütern (wir berichteten zuletzt u.a. über die Rechtsgutachten zur Berücksichtigung von Umweltschutzaspekten beim Einkauf, aber auch über die Beschaffung umweltfreundlicher Kommunalfahrzeuge oder von Schreibgeräten und Stempeln).

Die jüngsten Leitfäden in dieser Reihe, der Leitfaden zur umweltfreundlichen Beschaffung von Bettwaren und Bettwäsche sowie der Leitfaden zur umweltfreundlichen öffentlichen Beschaffung von Bekleidungstextilien und Wäsche, ergänzen und konkretisieren nun den bereits im Oktober veröffentlichten Leitfaden der Bundesregierung für eine nachhaltige Textilbeschaffung der Bundesverwaltung. Den gesamten Artikel lesen…

Das Umweltbundesamt hat im Oktober 2020 ein aktualisiertes Rechtsgutachten veröffentlicht und darin Neuregelungen der umweltfreundlichen Beschaffung im Kreislaufwirtschaftsgesetz, dem Bundes-Klimaschutzgesetz sowie in der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Beschaffung energieeffizienter Leistungen berücksichtigt. Ziel des Rechtsgutachtens ist es, öffentliche Auftraggeber zur Anschaffung umweltfreundlicher Produkte und Dienstleistungen zu motivieren und somit eine Vorbildfunktion für Bürgerinnen und Bürger zu bekleiden.

Der Gesetzgeber hat im Zuge der Vergaberechtsmodernisierung 2016 mit § 97 Abs. 3 GWB neue Vergabegrundsätze eingeführt, mit denen eine praktische Umsetzung der Vorbildfunktion ermöglicht werden soll. Durch die Aufnahme strategischer Vergabezwecke wie etwa der Förderung von Innovationen sowie sozialen und ökologischen Gesichtspunkten in § 97 Abs. 3 GWB ist die Grundlage dafür geschaffen worden, diese im gesamten Vergabeverfahren zu berücksichtigen.

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Der Stromverbrauch von Rechenzentren in Deutschland hat sich gemäß einer Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums im Zeitraum von 2001 bis 2015 von 5,4 Terawattstunden (TWh) pro Jahr auf 12 TWh pro Jahr mehr als verdoppelt. Bis zum Jahr 2025 wird nach dieser Studie mit einer Verdreifachung auf bis zu 16,4 TWh pro Jahr gerechnet. Noch eindrucksvoller wird es, wenn man sich die Zahlen am Beispiel des Rechenzentrum-Standorts Frankfurt am Main verdeutlicht: So haben bereits Ende 2016 die als solche bekannten Rechenzentren in Frankfurt a.M. den Flughafen als größten Stromverbraucher abgelöst. Im Netzgebiet des Energieversorgers Mainova entfielen bereits Ende 2016 rund 18,9% des jährlichen Stromverbrauchs auf den Flughafen, die Rechenzentren kamen zusammen auf 19,5%.

Die Zahlen machen insbesondere unter ökologischen Gesichtspunkten deutlich, welche Bedeutung den Rechenzentren (und meist nicht gesondert erfassten Serverräumen) als Energieverbraucher zukommt.

Nach den Erfahrungen verschiedener Pilotprojekte und Best-Practice-Beispielen wird laut Angabe des Umweltbundesamtes davon ausgegangen, dass in Rechenzentren Energieeinsparmöglichkeiten zwischen 40 und 50% bestehen. Besonders große Energieeinsparpotenziale werden von den Rechenzentrumsbetreibern bei der Klimatisierung, beim Einsatz energieeffizienter Server und Speichersysteme, durch die Virtualisierung von Servern sowie bei der Stromerzeugung und -verteilung gesehen. Den gesamten Artikel lesen…

Für Staubsauger, Hygienepapiere, Ordner sowie andere Produkte aus Recyclingkarton hat das Umweltbundesamt neue Leitfäden für die umweltfreundliche öffentliche Beschaffung herausgegeben.

Die Leitfäden geben u.a. Empfehlungen, welche umweltbezogenen Kriterien bei der Beschaffung berücksichtigt werden sollten und was dabei zu beachten ist. Die Kriterien orientieren sich eng am Umweltzeichen Blauer Engel. Ein den Leitfäden angefügter Anbieterfragebogen enthält Kriterien sowie Nachweisanforderungen und kann als Anlage zum Leistungsverzeichnis genutzt werden.

Einen Überblick über die inzwischen sehr umfassenden Informationsangebote des Umweltbundesamtes finden Sie unter www.beschaffung-info.de.

Die direkten Links zu den neuen Leitfäden finden Sie hier: Den gesamten Artikel lesen…