Nachdem bereits seit dem 01. März die Landesbehörden verpflichtet sind, für die nationalen Vergaben im Bereich der Liefer- und Dienstleistungen die UVgO anzuwenden, wird durch den neuen Vergabeerlass vom 13. Juni 2018 die Anwendung der Unterschwellenvergabeordnung im Saarland auf den kommunalen Bereich ausgeweitet. Somit sollen fortan auch Gemeinden, Gemeindeverbände, kommunale Eigenbetriebe und kommunale Zweckverbände dem neuen Regelwerk entsprechend handeln.

Abweichend von anderen Bundesländern wird für den Kommunalbereich allerdings auf einen Anwendungsbefehl verzichtet, vielmehr wird die UVgO nur empfohlen. Gleiches gilt für die Nutzung des Vergabehandbuch des Bundes (VHB) bei der Durchführung von Vergaben nach Maßgabe der VOB/A.

Ungeachtet der Empfehlung verweist der Vergabeerlass bei Direktaufträgen auf § 14 UVgO. Leistungen mit einem voraussichtlichen Auftragswert von bis zu 1.000 Euro (ohne Umsatzsteuer) können demnach ohne Durchführung eines Vergabeverfahrens vergeben werden, wobei darauf geachtet werden soll, dass zwischen den beauftragten Unternehmen gewechselt wird. Bei der Vergabe von freiberuflichen Leistungen ist zudem § 50 UVgO zu beachten. Hiernach sind solche Leistungen grundsätzlich im Wettbewerb zu vergeben, wobei so viel Wettbewerb zu schaffen ist, wie es die Umstände der ausgeschriebenen Leistung möglich machen. Den gesamten Artikel lesen…