Kleine Skulptur der JustitiaFür den Beschaffungserfolg ist wesentlich, dass die Eignung der potentiellen Auftragnehmer im Rahmen des Vergabeverfahrens geprüft und bestätigt wird. In der Praxis kommt dabei den von den Bietern oder Bewerbern eingereichten Referenzen eine große Bedeutung zu.

Der Eignungsnachweis kann insbesondere dadurch geführt werden, dass der Bieter vergleichbare Aufträge schon erfolgreich abgearbeitet hat. Damit spielt das Merkmal der „Vergleichbarkeit“ von Referenzaufträgen zu dem ausgeschriebenen Auftrag eine herausragende Rolle.

Der Vergabesenat bei dem BayObLG hat in einem kürzlich ergangenen Beschluss (vom 09.11.2021, Verg 5 / 21) hierzu Stellung bezogen und Hinweise zur Zulässigkeit des Verzichts auf eine mündliche Verhandlung vor der Vergabekammer aus Gründen des Corona-Schutzes gegeben. Den gesamten Artikel lesen…

Rheinland-Pfalz hat mit einer speziellen Rechtsverordnung den Rechtsschutz im Unterschwellenbereich neu geregelt (Landesverordnung über die Nachprüfung von Vergabeverfahren durch Vergabeprüfstellen vom 26. Februar 2021, veröffentlicht im Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Rheinland-Pfalz vom 2. März 2021, S. 123 ff.; im folgenden NachprüfVO Rh-Pf).

Auf dieser Grundlage wird eine zentrale Vergabeprüfstelle bei dem für die Angelegenheiten des öffentlichen Auftragswesens zuständigen Ministerium, dem Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz, eingerichtet. Deren Aufgabe ist die Prüfung der Einhaltung der Vergabevorschriften (§ 1 NachprüfVO Rh-Pf). In diesem Zuge wird auch die Pflicht zur Vorabbenachrichtigung unterlegener Bieter vor Zuschlagserteilung eingeführt. Den gesamten Artikel lesen…