Logo Energy StarMit dem im Jahr 2001 zwischen der EU und den USA unterzeichneten Abkommen erfolgte die Koordinierung der Energieverbrauchskennzeichnung von Bürogeräten. Gestartet wurde das Programm „Energy Star“ 1992 von der Environmental Protection Agency (EPA) in den USA, die auch US-Partner des Abkommens war. Für die EU verwaltete die Europäische Kommission das Programm. Das Abkommen wurde mehrfach verlängert, ist nunmehr aber bereits zum 20. Februar 2018 ausgelaufen. So findet sich das Label auch nicht in der Auflistung der Gütezeichen des Kompass Nachhaltigkeit.

Von Bedeutung war das Abkommen bei öffentlichen IT-Beschaffungen. Nach der Energieeffizienzrichtlinie 2012/27/EU sind Zentralverwaltungen, die Büroprodukte im Rahmen des Abkommens beziehen, verpflichtet, Produkte zu bezeichnen, die Energieeffizienzanforderungen entsprechen, die nicht weniger streng sind als die in den jeweiligen ENERGY STAR-Spezifikationen für Produkte aufgeführten. Insoweit wurde bisher in den Leistungsbeschreibungen und Vertragsunterlagen bei IT-Beschaffungen auf den Energy Star bzw. dessen Anforderungen verwiesen. Den gesamten Artikel lesen…

Nachhaltigkeit - Word CloudDie Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien bei Öffentlichen Aufträgen steht nunmehr seit einer Dekade auf der Agenda der EU. Mit der anstehenden Novelle des Vergaberechts im April kommenden Jahres werden auch im deutschen Vergaberecht, über die bestehenden landesrechtlichen Regelungen hinaus, die Vorgaben der EU zur umweltfreundlichen und sozial verträglichen Beschaffung umgesetzt und zum Teil bereits bestehende Regelungen verschärft.

Auch wenn es politisch sinnvoll ist, werden die neuen und erweiterten Vorgaben das Leben öffentlicher Beschaffer jedenfalls nicht vereinfachen. Mit diesem Beitrag möchten wir – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – einige aus unserer Sicht hilfreiche Informationsangebote und kostenfreie Datenbanken für öffentliche Beschaffer vorstellen.

Verfolgt wird das erklärte Ziel, die erheblichen Beschaffungsvolumina öffentlicher Auftraggeber und damit auch deren Marktmacht zu nutzen, um die Bewerber (und mittelbar ggf. auch die Produzenten) zu einem nachhaltigeren Wirtschaften zu motivieren. Gleichwohl sollen unverändert die Gesetze des Marktes gelten: Belohnt werden die Markteilnehmer, die das nachhaltigste Angebot abgeben. Dadurch wird der Angebotspreis als Zuschlagskriterium zwar nicht abgeschafft, aber relativiert, denn Umwelt- und Sozialaspekte können als Eignungs- und Leistungskriterien ebenso eine Rolle spielen, wie die Lebenszykluskosten, die – neben den reinen Anschaffungskosten – auch die Betriebskosten und den Aufwand für die Verwertung oder Entsorgung des Produkts am Ende des Lebenszyklus umfassen. Was einige versöhnlich stimmen dürfte: Nachhaltig muss nicht unwirtschaftlich sein. Den gesamten Artikel lesen…