XRechnung heißt der deutsche Standard für die E-RechnungXRechnung sei noch nicht in der Praxis angekommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung unter 145 Mitgliedsunternehmen der deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe e. V. (DSAG). Der kostenlose Dienst xrechnung.io von cosinex stellt einen niederschwelligen Einstieg in den Standard dar.

Mit Inkrafttreten der Verordnung über die elektronische Rechnungsstellung im öffentlichen Auftragswesen des Bundes (E-Rech-VO) sind öffentliche Auftraggeber verpflichtet, elektronische Rechnungen in einem strukturierten Datenformat entgegenzunehmen. Nationaler Standard ist in Deutschland das Format XRechnung.

13 Prozent sehen weiteres Potenzial

Wie die Befragung der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe e. V. (DSAG) ergab, hätten zwar zwei Drittel der befragten Unternehmen bereits eine Lösung zur Erstellung von elektronischen Rechnungen im Format XRechnung im Einsatz, intensiv genutzt werde diese aber noch nicht: Rund 52 Prozent hätten überhaupt erst zwischen null und 100 Rechnungen als XRechnung verschickt. 13 Prozent der befragten Unternehmen würden weiteres Potenzial für die XRechnung sehen. Den gesamten Artikel lesen…

De-Mail-LogoIn einem aktuellen Interview des Telekom-Chefs Timotheus Höttges mit dem YouTuber Tilo Jung zeigt der Vorstand des größten IuK-Unternehmens in Deutschland ein mögliches Aus für die De-Mail an: Sie sei überkompliziert und ein toter Gaul. So habe es trotz Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe nie jemanden gegeben, der dieses Produkt genutzt hat, deshalb habe man den Dienst eingestellt. Läutet der Telekom-Vorstand damit das Ende der De-Mail ein?

Auf Nachfrage des Spiegels erklärte die Telekom, De-Mail werde nicht weiter aktiv vermarktet, Bestandskunden aber weiter versorgt. Das Angebot habe sich allerdings von Beginn an nicht in der erhofften Geschwindigkeit entwickelt.

De-Mail als nationaler Alleingang

Vor rund zehn Jahren trat das De-Mail-Gesetz in Kraft und mit ihm die rechtliche Grundlage für die Einführung einer Kommunikationsinfrastruktur, die den sicheren Austausch von Nachrichten insbesondere gegenüber Behörden sicherstellen sollte. Angesichts der mangelnden Nutzerakzeptanz besteht aber aktuell kein Grund, dieses Jubiläum zu feiern. Den gesamten Artikel lesen…

Vergaberecht

Im Rahmen verschiedener Beiträge begleiten wir bereits seit den Entwürfen der EU-Vergaberichtlinien die anstehende Vergaberechtsreform insbesondere im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf die E-Vergabe.

In einem mehrteiligen Beitrag von Herrn Michael Wankmüller befassen wir uns mit den anstehenden Änderungen auf Basis der aktuellen Entwürfe der neuen „Vergabeverordnungen“. Nachdem es im ersten Teil um die Grundsätze der elektronischen Kommunikation ging, behandelt der zweite Teil die Anforderungen an elektronische Mittel auch im Hinblick auf Sicherheitsaspekte bzw. Anforderungen an die Sicherheitsniveaus. In den kommenden Wochen folgen an dieser Stelle zudem weitere Beiträge zur Verordnung, die – auch vor der noch ausstehenden Verabschiedung durch Bundestag und Bundesrat – weitere praxisrelevante Aspekte zum Gegenstand haben werden.

 

Die elektronische Kommunikation im Vergabeverfahren nach dem Verordnungsentwurf zur Modernisierung des Vergaberechts für den Liefer- und Dienstleistungsbereich (E-Vergabe)

Teil II

Die Anforderungen an die elektronischen Mittel im Vergabeverfahren

1. Allgemeines

Nachdem im Teil I der Grundsatz der elektronischen Kommunikation nach den Entwürfen von GWB, VgV, SektVO und KonzVgV näher beleuchtet wurde, befasst sich Teil II zunächst mit den Anforderungen an die elektronischen Mittel im Vergabeverfahren, bevor die Ausnahmen vom Grundsatz behandelt werden. Der Grund hierfür liegt darin, dass die Ausnahmen nur vor dem Hintergrund bestimmter Anforderungskriterien verständlich sind, die im Teil II behandelt werden. Die Anforderungen an die elektronischen Mittel im Vergabeverfahren sind ebenfalls in allen drei Vergabeverordnungen identisch geregelt. Über drei Paragraphen wird unterschieden zwischen den „Anforderungen an die verwendeten elektronischen Mittel“, den „Anforderungen an den Einsatz elektronischer Mittel im Vergabeverfahren“ und den „Einsatz alternativer elektronischer Mittel bei der Kommunikation“.1 Europarechtliche Quelle dieser Bestimmungen sind Einzelregelungen des Artikels 22 VRL bzw. 40 SRL. Den gesamten Artikel lesen…