Foto einer Lehmprobe einer geotechnischen UntersuchungDie E-Vergabe hat sich in der Praxis etabliert, erfahrene Bieter haben sich bereits seit Jahren auf die elektronische Beteiligung an Vergabeverfahren eingestellt.

In Bezug auf die Nutzerfreundlichkeit müssen sich Lösungen wie unsere aber vor allem dann immer noch messen lassen, wenn es um besondere Leistungen oder spezielle Bieterkreise geht. Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart bat unter anderem Landwirte im Rahmen eines elektronischen Verfahrens um Beteiligung.

Mit einem Offenen Verfahren wurde die maschinelle Entnahme von Bodenproben auf landwirtschaftlich und gärtnerisch genutzten Flächen in sämtlichen Wasserschutzgebieten von Baden-Württemberg gemäß der Schutzgebiets- und Ausgleichsverordnung (SchALVO) ausgeschrieben. Die Aufteilung der Gesamtleistung in 60 Lose erfolgte gemäß dem Zuschnitt der einzelnen Wasserschutzgebiete. In der Hauptsache Landwirte, die in der Regel mit einer EU-Ausschreibung bzw. der elektronischen Angebotsabgabe nur wenig zu tun haben, gaben auf insgesamt 59 Losen bezugschlagungsfähige elektronische Angebot über das cosinex-Bietertool ab – nur ein Los musste wegen fehlerhafter Einreichung aufgehoben werden.

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JustitiaDie Vergabekammer Südbayern hat sich in einem jüngsten Beschluss mit einer der auch technisch anspruchsvollsten Fragen bei Einsatz der E-Vergabe im Hinblick auf die Abgrenzung der Risikosphären und Beweislast befasst: Problemen mit den von Vergabestellen bereitgestellten Vergabeunterlagen bzw. dem Bietertool einer Vergabeplattform innerhalb der Infrastruktur eines Bieters.

Die Verantwortlichkeiten beim Einsatz elektronischer Mittel sind grundsätzlich klar geregelt. Die Vergabestelle stellt die elektronischen Mittel bereit. Diese müssen grundsätzlich – vereinfacht ausgedrückt – allgemein verfügbar, kostenfrei und mit allgemein verbreiteter Technik kompatibel sein. Außerdem muss die Vergabestelle die technisch relevanten Informationen zu der Nutzung der elektronischen Mittel bereitstellen. Der Bieter muss diese elektronischen Mittel entsprechend nutzen.

Kommt es zu Störungen, wie bspw. eine nur eingeschränkt oder überhaupt nicht mögliche Angebotsabgabe, zeigen sich schnell die Grenzen der klaren Zurechenbarkeit der vorstehend beschriebenen Verantwortlichkeiten. Dies insbesondere im Hinblick auf den Einsatz meist lokal zu installierender Bietertools oder Bieterclients. Diese stellen unter anderem eine lokale Verschlüsselung der Angebote bzw. Teilnahmeanträge auf dem Rechner des Bieters sicher. Als Annex zur Vergabeplattform gehören sie nach ganz überwiegender Auffassung – wie die Vergabeplattform selbst – in die Risikosphäre des Auftraggebers. Allerdings werden sie in der IT-Infrastruktur des Bieters betrieben bzw. installiert, die recht unzweifelhaft auch seiner Risikosphäre zuzurechnen ist.

Die Vergabekammer Südbayern hat zu den Verantwortlichkeiten Stellung genommen, die von Bietern bzw. der Vergabestelle zu tragen sind, wenn es zu technischen Problemen kommt, und diese nicht eindeutig einer bestimmten Risikosphäre zuzuordnen sind (Beschluss vom 14.10.2019, Z 3 – 3 – 3194 – 1 – 15 – 05 / 19). Den gesamten Artikel lesen…

Logo VergabemarktplatzNoch vor dem Jahreswechsel stellen wir die neue Version 6.6 unserer Software Vergabemarktplatz bereit. Mit dieser werden den Nutzern der E-Vergabeplattformen auf Basis der cosinex Technologie eine Reihe neuer Funktionen und Verbesserungen zur Verfügung gestellt. Bereits mit der letzten Zwischenversion (6.5.2), einem sog. Minor Release, wurden eine Reihe neuer Funktionen zur Verfügung gestellt (vgl. auch den letzten Blog-Beitrag zur Version 6.5.2). Die nun kommende Version enthält eine Reihe von Erweiterungen, die sich als Anregungen aus dem praktischen Einsatz der Lösung bei über 1.500 Vergabestellen ergeben haben und im Folgenden vorgestellt werden.

Textvorlagen für Freitextfelder

Vergabemarktplatz Vorlage erstellenÜber ein neues Modul können individuell je Vergabestelle Textvorlagen für alle relevanten Freitextfelder in den Verfahrensangaben hinterlegt und verwaltet werden. Mit diesen kann die Zusammenstellung der notwendigen Verfahrensinformationen deutlich beschleunigt werden. Ebenso wird mit diesem Modul auch die Vorgabe von organisationsweiten Standards technisch unterstützt.

Highlights:

  • Das Anlegen, Ändern und Löschen der Vorlagen kann durch Nutzer vorgenommen werden, denen die neue Rolle „Vorlagenverwaltung“ zugewiesen wurde.
  • Das Hinzufügen, Ändern und Löschen von Textvorlagen ist direkt in der Eingabemaske der Verfahrensangaben möglich.
  • Vorhandene Texte können direkt als Textvorlage gespeichert werden.
  • Alle Textvorlagen können direkt von allen Benutzern des Mandanten verwendet werden. Den gesamten Artikel lesen…

XVergabeDie aktuellen Diskussionen zur E-Vergabe sind spannend wie seit vielen Jahren nicht mehr. Drei Themen treiben derzeit besonders viele E-Vergabe-Nutzer, Interessenten und Anbieter von E-Vergabelösungen um: 1. Die Pflicht zur E-Vergabe ab 2016, 2. das Thema XVergabe und 3. die Frage, ob und in welchem Umfang Bewerber an den Kosten der E-Vergabe beteiligt werden dürfen.

Nachdem wir uns im cosinex Blog kürzlich mit dem Thema der Pflicht zur E-Vergabe und dem aktuellen Stand der EU-Richtlinien auseinandergesetzt haben, möchte ich in diesem Beitrag nun einen Überblick zum Thema XVergabe verschaffen. In Gesprächen mit Kunden und Interessenten merken wir, dass es zu der Frage was XVergabe ist bzw. leistet, noch viele Missverständnisse gibt. Den gesamten Artikel lesen…

Nachgelagerte Projekte anlegen - Vergabemarktplatz 6Vergabemarktplatz: Ankündigung der neuen Version

Der Abschluss der Version 6 läuft wie geplant. Damit werden wir pünktlich noch in diesem Jahr die kommende Version 6 des Vergabemarktplatz auch als technische Basis für die Vergabeplattformen u.a. der Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Brandenburg sowie Rheinland-Pfalz bereitstellen. Den gesamten Artikel lesen…