Logo des UmweltbundesamtesIT-Produkte sind bei ihrer Herstellung, Verwendung und Entsorgung mit großer Umwelteinwirkung und sozialen Risiken verbunden. Deshalb sollten Organisationen und Unternehmen bei der Auftragsvergabe für IT-Produkte Nachhaltigkeitsanforderungen wie soziale Verantwortung in der Produktion, Anwendersicherheit, Ergonomie und Umwelteigenschaften während des gesamten Produktlebenszyklus stellen.

Aus einer Studie des Umweltbundesamts (UBA) ergeben sich interessante Ergebnisse für den nachhaltigen Beschaffungsalltag:

Arbeitsplatzcomputer länger zu nutzen, spart Kosten und ist gut für das Klima

In den Fokus geraten dabei die kurzen Austauschzyklen der Hardware. Bei einer Verlängerung der Nutzungsdauer eines Notebooks von 3 auf 6 Jahren, in einem Zeitraum von 10 Jahren, verringern sich das Treibhauspotenzial um ca. 390 kg CO2e (~28%) und die Lebenszykluskosten um ca. 530 € (~28%). Den gesamten Artikel lesen…

Die strategische Bedeutung zirkulärer Beschaffung

In Kooperation mit der SDG media GmbH veröffentlichen wir regelmäßig ausgewählte Beiträge aus der auf nachhaltige Beschaffung spezialisierten Zeitschrift „Kleine Kniffe“ für unsere Leser. In Rahmen dieser Reihe beleuchtet Stephan Schaller, Senior Consultant am Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP), den Aspekt zirkulärer Beschaffung.

Von einfachen Gütern wie Büromaterial bis hin zu komplexen Dienstleistungen wie Energiesystemen – alles muss Beschaffungsprozesse durchlaufen. Aber bitte nicht als Einbahnstraße! Um wertvolle Ressourcen in der langfristigen Nutzung zu halten und Abfälle zu minimieren braucht es alternative Beschaffungsstrategien, die den benötigten Wandel hin zu einer Kreislaufwirtschaft („Circular Economy“) fördern.

Vorteile zirkulärer Beschaffungsprozesse

Vereinfacht ausgedrückt ist die zirkuläre Beschaffung der Prozess, durch den Produkte und Dienstleistungen in Übereinstimmung mit den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft eingekauft werden. Das bedeutet z. B., dass insbesondere begrenzte fossile Ressourcen möglichst dauerhaft in der aktiven Nutzung gehalten werden, dass toxische Inhaltsstoffe, die ein Weiternutzen und Recyceln erschweren, weitestgehend vermieden werden und dass Abfälle möglichst gar nicht erst entstehen. Den gesamten Artikel lesen…

Due Diligence ReadyMit dem neuen Portal „Due Diligence Ready!“ der EU-Kommission soll die verantwortungsvolle Beschaffung von Metallen und Mineralen, die vorwiegend aus Konflikt- und Risikogebieten stammen, gestärkt werden. Es wurde entwickelt, um Unternehmen bei der verantwortungsvollen Beschaffung von Mineralen und Metallen zu unterstützen und gegebenenfalls die behördlichen Anforderungen zu erfüllen, wie beispielsweise die neue EU-Verordnung zu Konfliktmaterialien1, die ab dem 1. Januar 2021 gilt.

Die Informationen sollen Unternehmen dabei unterstützen, sich bei der Beschaffung von Metallen und Mineralen besser über deren Herkunft zu informieren. „Due Diligence Ready!“ richtet sich in erster Linie an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) – kann aber von jedem Unternehmen genutzt werden, das mit Mineralen und Metallen in seiner Lieferkette zu tun hat. Es soll privatwirtschaftlichen Beschaffern dabei helfen, ihren Sorgfaltspflichten bzw. auch den kommenden gesetzlichen Vorgaben effektiv Den gesamten Artikel lesen…

Logo VergabemanagementsystemMit dem neuen Modul Bedarfsmanagement bieten wir die Möglichkeit, Beschaffungsanträge sowie deren Prüfung und Genehmigung nun auch integriert innerhalb des VMS abzubilden. Ein weiterer Baustein, um die Prozesse rund um das Öffentliche Auftragswesen medienbruchfrei elektronisch abzuwickeln.

In den meisten Fällen stehen vor der Einleitung des Vergabeverfahrens ein Bedarfsantrag sowie dessen Prüfung und Freigabe, bevor dieser in die Vergabestelle zur Ausschreibung gegeben wird. Um auch diesen Teilprozess medienbruchfrei in die elektronische Vergabeakte zu integrieren, bestanden bereits verschiedene Möglichkeiten in unserer Lösung. Neben Upload-Funktionen konnten etwa durch den VMS-Connector und die dort enthaltenen Standard-Schnittstellen zu führenden ERP-Systemen wie MACH, SAP & Co. bereits erfasste und geprüfte bzw. freigegebene Bedarfsanträge in das Vergabemanagementsystem (bzw. die E-Vergabeakte) übernommen werden. Für Organisationen, die kein ERP-System im Einsatz haben oder diese Prozesse nicht in ihrem ERP-System abbilden möchten, konnten Nutzer mit der entsprechenden Rolle Vergabeakten anlegen. Außerhalb des Systems beantragte und freigegebene Beschaffungsanträge konnten als Excel-Datei in Form eines ersten Leistungsverzeichnisses hochgeladen werden.

Mit dem neuen Modul Bedarfsmanagement kann nun auch dieser Prozess innerhalb des VMS integriert abgebildet werden.

Den gesamten Artikel lesen…

CPV-Code SuchmaschineDie Bekanntmachungen EU-weiter Vergabeverfahren sind für die Veröffentlichung bei der EU (TED-Datenbank) nach den sog. CPV-Codes (Common Procurement Vocabulary) zu klassifizieren. Viele E-Vergabe- und Bekanntmachungsplattformen in Deutschland orientieren sich auch für Ausschreibungen unterhalb der EU-Schwellenwerte an dieser Nomenklatur.

CPV-Codes sollen potentiellen Bietern dabei helfen, in der Flut der Bekanntmachungen die „richtigen“ Ausschreibungen zu finden. Dabei kann eine falsche Einsortierung der Bekanntmachung oder die Suche nach falschen Codes ein relevantes Problem für alle Wirtschaftsteilnehmer darstellen: Mutmaßlich wird eine signifikante Anzahl potentieller Aufträge von qualifizierten Unternehmen nicht gefunden, weil z.B. der Öffentliche Auftraggeber falsche oder unpräzise CPV-Codes ausgewählt hat bzw. Unternehmen nach den falschen CPV-Codes suchen.

Um insbesondere Vergabestellen eine Unterstützung zu bieten, einschlägige CPV-Codes noch einfacher und effizienter zu finden, haben wir unter www.cpvcode.de die wohl erste deutsche Suchmaschine für CPV-Codes gestartet. Den gesamten Artikel lesen…

Virtueller Touchscreen "Nachhaltigkeit"Was europaweit mit den neuen EU-Vergaberichtlinien gefördert werden soll, ist – getrieben durch die Tariftreue- und Vergabegesetze der Bundesländer – für viele Kommunen schon seit einigen Jahren gelebte Praxis: Die Berücksichtigung von Aspekten rund um das Thema Nachhaltigkeit, die deutlich über die rein ökonomischen Kriterien hinaus gehen und im Einkauf der öffentlichen Hand immer stärker berücksichtigt werden sollen. Ein Paradigmenwechsel auch für die Öffentliche Vergabe, bei der aus rechtlicher Sicht noch vor wenigen Jahren von vergabefremden Kriterien gesprochen wurde, die im Regelfall nicht oder nur sehr eingeschränkt berücksichtigt werden durften.

Die Veränderung unseres Einkaufsverhaltens und die Stärkung von nachhaltigen Konsummustern ist eine weltweit dringliche Aufgabe“, so Prof. Dr. Günther Bachmann, Generalsekretär des Rats für Nachhaltige Entwicklung (RNE), der u.a. die Bundesregierung in Fragen der Nachhaltigkeit berät. „Während sich unsere Informationshilfe „Der nachhaltige Warenkorb“ an die Konsumenten wendet, so muss die öffentliche Hand als größter deutscher Konsument endlich die Rahmenbedingungen so setzen, dass auf Einsicht auch wirkliches Handeln folgen kann“, so Bachmann weiter. Den gesamten Artikel lesen…

Nachdem wir im Rahmen eines Blog-Beitrags gerade den Leitfaden aus Baden-Württemberg zum Thema nachhaltige Beschaffung vorgestellt haben, gibt es im Bereich der umweltfreundlichen Beschaffung vom Umweltbundesamt weitere Informationen in diesem Bereich.

Das Umweltbundesamt hat einen Überblick über die aktuellen Regelungen der Bundesländer auf dem Gebiet der umweltfreundlichen Beschaffung veröffentlicht und die Regelungen der einzelnen Länder in einer Tabelle überblicksartig vorgestellt. Das erste Fazit des Umweltbundesamtes fällt ambivalent aus: So werden die Regelungen in Berlin, Bremen und Nordrhein-Westfalen als besonders ambitioniert hervorgehoben. Beachtenswert sei auch, dass die Anzahl verbindlicher Regelungen in den Bundesländern zugenommen habe – so verfügen eine Reihe der Länder über Soll-Vorschriften, Empfehlungen oder Leitfäden zum Thema umweltfreundliche Beschaffung – dennoch bestehe noch Entwicklungspotential. Den gesamten Artikel lesen…

Das nordrhein-westfälische Vergabegesetz (TVgG) ist bereits seit über einem Jahr in Kraft. Die Rechtsverordnung (RVO TVgG NRW) insbesondere mit der Regelung der Verfahrensanforderungen in den Bereichen umweltfreundliche Beschaffung sowie der Berücksichtigung sozialer Kriterien und der Frauenförderung verzögerte sich allerdings aufgrund des Zustimmungserfordernis des Wirtschaftsausschusses im Landtag und den vorgezogenen Neuwahlen.

Die gerade auch von kommunalen Vergabestellen erwartete Rechtsverordnung liegt nun vor und tritt am 01. Juni in Kraft. Nähere Informationen finden Sie in den entsprechenden Bereichen für Vergabestellen des Landes bzw. der Kommunen im Portal vergabe.NRW.