CPV-CodeWie finde ich als Unternehmen den passenden Auftrag? Was können Öffentliche Auftraggeber tun, damit ihre Ausschreibungen viele Unternehmen erreicht?

Bei Beiträgen zur E-Vergabe und der Nutzung von E-Vergabeplattformen geht es meist um Fragen zur elektronischen Teilnahme an Vergabeverfahren. Aus Sicht vieler Unternehmen ist die erste Hürde jedoch, passende Aufträge und Bekanntmachungen zu recherchieren. Umgekehrt sollten Vergabestellen darauf achten, die eigenen Ausschreibungen für Unternehmen auch „gut auffindbar“ zu machen. Ein europaweit einheitlicher Standard, der sog. CPV-Code, kann hierbei helfen.

Aufgrund des Interesses an unserem letzten Blog-Beitrag zum Thema CPV-Code im Kontext der Entscheidung der Vergabekammer des Bundes („VK Bund: Wie genau muss der CPV-Code sein?“), möchten wir mit diesem Beitrag Vergabestellen wie Unternehmen Hinweise und Tipps zum Einstellen von Ausschreibungen bzw. der Suche nach Aufträgen insbesondere für die E-Vergabeplattformen auf Basis der cosinex Software Vergabemarktplatz (VMP) geben.

Der Einsatz von CPV-Codes in Vergabemarktplätzen

Der VMP ist eine Software zum Aufbau und Betrieb von E-Vergabeplattformen. Aufgrund seines Funktionsumfangs kann er nicht nur für die Durchführung elektronischer Vergabeverfahren, sondern auch als zentrale Veröffentlichungsplattform bzw. (amtliches) Veröffentlichungsorgan für elektronische Vergabebekanntmachungen verwendet werden. Den gesamten Artikel lesen…

Logo DTVPDas Deutsche Vergabeportal (kurz DTVP) ist seit nunmehr fast zwei Jahren online und bietet u.a. als „Vergabe-Marktplatz“ Öffentlichen Auftraggebern und Unternehmen die Möglichkeit zur elektronischen Durchführung ihrer Vergabeverfahren (E-Vergabe) sowie unterschiedliche Mehrwertdienste nach Maßgabe vergaberechtlichen Vorgaben an – dies auch seit drei Monaten im Rahmen einer eigenständigen Organisation, der DTVP Deutsches Vergabeportal GmbH – einem Gemeinschaftsunternehmen des Bundesanzeiger Verlags und der cosinex.
Immer mehr Öffentliche Auftraggeber bzw. Vergabestellen nutzen die Möglichkeit, Vergabeverfahren vollständig elektronisch über diese E-Vergabeplattform abzuwickeln. Der Erfolg des Angebotes zeigt sich auch in Zahlen: Gestern hat sich das 5.000ste Unternehmen für DTVP registrieren lassen. Den gesamten Artikel lesen…

Förmliche Vergabeverfahren bedeuten nicht nur für Vergabestellen erheblichen Aufwand, sondern auch für Bieter. Gerade bei sehr komplexen und großen Ausschreibungen stellt sich Unternehmen nicht nur im Hinblick auf die formalen Anforderungen die Kardinalfrage: „Unter der Prämisse der Wirtschaftlichkeit: In welchem konkretem Fall lohnt sich meine Teilnahme?“

Der Gastbeitrag des Leiters der Rechtsabteilung der adesso AG, Hr. Ass. Ulrich Kaden, befasst sich mit diesem Problem. Auch für Vergabestellen hält sein mathematisch gestützter Beitrag interessante Erkenntnisse bereit; er zeigt, wie sich die Wahl der Verfahrensart und der Aufwand auf Seiten der Bieter auf die zu erwartenden Preise auswirkt.

Optimale Wahl des Aufwands zur Angebotserstellung im Ausschreibungsverfahren

1 Einführung

(Ass. Ulrich Kaden*) Der Prozess zur Beschaffungen von Leistungen im öffentlichen Sektor unterscheidet sich erheblich von dem in der Privatwirtschaft. Ersterer ist – im Gegensatz zum letztgenannten – durch das gesetzlich geregelte Vergabeverfahren hinsichtlich der Formalien und der Bewertung der Angebote stark formalisiert. Dieses stellt für Teilnehmer am Verfahren bei der Erstellung von Teilnahmeanträgen und Angeboten vergleichsweise hohe Anforderungen. Den gesamten Artikel lesen…