AVPQ

Ab voraussichtlich Ende September sollen Vergabestellen in dem neuen amtlichen Verzeichnis präqualifizierter Unternehmen für den Liefer- und Dienstleistungsbereich recherchieren können. Es ersetzt die bisherige PQ-VOL-Datenbank.

Mit dem durch § 48 Abs. 8 VgV und § 35 Abs. 6 UVgO eingeführten amtlichen Verzeichnis soll es Unternehmen und freiberuflich Tätigen aus dem Liefer- und Dienstleistungsbereich ermöglicht werden, ihre Eignung und das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen auftragsunabhängig nachzuweisen. Das amtliche Verzeichnis wird bei den Industrie- und Handelskammern eingerichtet und vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK e.V.) www.amtliches-verzeichnis.ihk.de geführt. Es wird die bisherige Präqualifizierungsdatenbank für den Liefer- und Dienstleistungsbereich (bislang unter www.pq-vol.de) ablösen.

Für die Prüfung der Eintragungsvoraussetzungen der Unternehmen werden die Industrie- und Handelskammern weiterhin die Kompetenz der Auftragsberatungsstellen und ihrer Präqualifizierungsverfahren nutzen.

Eignungsvermutung für Bieter

Ein aus Sicht der Bieter wesentlicher Vorteil des neuen amtlichen Verzeichnisses liegt darin, dass sich durch eine Eintragung die Rechtsstellung des bietenden Unternehmens Den gesamten Artikel lesen…

Notebook mit Akten Scannen

Nicht nur durch den konsequenten und inzwischen auch rechtlich vorgezeichneten Umstieg auf die ausschließlich elektronische Kommunikation im Vergabeverfahren erhält die elektronische Aktenführung auch in der E-Vergabe eine zunehmende Bedeutung.

Sowohl in der verwaltungsinternen Vorbereitung wie auch bei den Angeboten in Papierform stellt sich dabei die Frage, wie lange eine hybride und teilelektronische Aktenführung zielführend ist. Dabei gelten gerade für das Scannen – und in besonderer Weise für das sog. „ersetzende Scannen“ – hohe Anforderungen. Unter ersetzendem Scannen wird die Digitalisierung von Dokumenten verstanden, ohne dass diese als Papieroriginal aufbewahrt werden.

Technische Richtlinie des BSI (TR-03139)

Die Aufbewahrung von Papieroriginalen stellt langfristig eine hohe finanzielle und organisatorische Belastung der Vergabestellen dar. In rechtlicher Hinsicht bestehen – neben den in verschiedenen Rechtsgebieten sehr unterschiedlichen Regelungen zur Zulässigkeit des ersetzenden Scannens – Unsicherheiten aufgrund uneinheitlich ausgestalteter technisch-organisatorischer Anforderungen. Der rechtliche Rahmen kann allenfalls immer abstrakte Anforderungen stellen. Trotz zahlreicher Bemühungen, zum Beispiel im Bereich der steuerrelevanten und kaufmännischen Unterlagen, bleibt die technische Umsetzung weitestgehend dem Anwender überlassen. Aufgrund vielfältiger Scanlösungen am Markt, die bei der Umsetzung von Sicherheitsvorgaben stark variieren oder aus einer ganzheitlichen informationstechnischen Betrachtung heraus unvollständig sind, führt dies zu Unsicherheit in der praktischen Anwendung. Den gesamten Artikel lesen…

Vor rund zwei Jahren ging die erste Version der deutschsprachigen Suchmaschine für CPV-Codes – cpvcode.de an den Start. Was als „Fingerübung“ unserer Entwicklungsabteilung begann, um mit Docker & Co. neue technische Themen zu erproben, hat sich zu einem interdisziplinären Forschungsprojekt entwickelt, im Rahmen dessen nunmehr auch eine Dissertation sowie eine Reihe weiterer Publikationen entstanden sind. Seit Anfang des Jahres begleiten wir zudem eine Expertengruppe für die EU-Kommission zur geplanten Überarbeitung des CPV-Codes.

Zwischenzeitlich hat sich cpvcode.de als „Microservice“ zu einer stark besuchten Lösung für die Suche nach geeigneten bzw. möglichst präzisen CPV-Codes (insb. für Vergabestellen) entwickelt und wurde laufend ausgebaut sowie weiterentwickelt. Funktionen wie die Anzeige der offiziellen Erläuterungen der EU – die Hinweise dazu geben, welche CPV-Codes in einer konkreten z.B. CPV-Klasse nicht zu finden sind bzw. wo sich diese befinden usw. – sowie nicht zuletzt die Einbindung (erster) Synonyme haben dazu beigetragen, dass sich das Angebot großer Beliebtheit erfreut. Durch den Architekturansatz lässt sich die Suchmaschine über Schnittstellen unkompliziert in bestehende Lösungen integrieren.

Nach dem großen Erfolg in Deutschland und einem positiven Feedback der Expertenkommission der EU wollten wir unsere europäischen Nachbarn ebenfalls unterstützen und haben begonnen, die bereits in der technischen Basis auf Mehrsprachigkeit angelegte Plattform auszubauen. Unter www.cpvcode.eu findet sich nun Den gesamten Artikel lesen…

Die meisten Leser unseres Blogs kennen cosinex als Lösungsanbieter für den Bereich der E-Vergabe. Dabei entwickeln wir über das Öffentliche Auftragswesen hinaus im Rahmen der Unternehmensgruppe verschiedenste moderne E-Government-Lösungen in unterschiedlichen Bereichen. Ein Projekt möchten wir Ihnen anlässlich der letzten Sitzung des IT-Planungsrats auf der diesjährigen CeBIT und eines Awards der EU-Kommission auf einer Tagung in Lissabon in der vergangenen Woche vorstellen: Die Online-Sicherheitsüberprüfung, kurz OSiP.

Im Zuge der Anschläge am 11. September 2001 wurde 2005 das Luftsicherheitsgesetz (LuftSiG) erlassen und u.a. Personengruppen definiert, die zum Schutz vor Angriffen auf die Sicherheit des zivilen Luftverkehrs sicherheitsüberprüft werden müssen, bevor sie Zugang zu sensiblen Bereichen u.a. in Flughäfen erhalten. Die Sicherheits- bzw. Zuverlässigkeitsüberprüfung, die weitgehend analog dem Sicherheitsüberprüfungsgesetz (SÜG) erfolgt, wurde in den folgenden Jahren sukzessive ausgeweitet, z.B. auf die Bereiche Atom(-anlagen), Hafensicherheit, Einbürgerung und Aufenthalt sowie Waffenbesitz. Weitere Anwendungsbereiche befinden sich aufgrund der jüngsten Vorkommnisse in Planung. Den gesamten Artikel lesen…

Nach der im Januar freigegebenen Version 7 des Vergabemanagementsystems (VMS) und einer aktualisierten Version des Vergabekatalogs (VKA) mit neuer SAP-Schnittstelle haben unsere Entwicklungs-Teams mit dem „dritten Streich“ in diesem Jahr nachgelegt: Der Dienst cpvcode.de wurde auf Grundlage der Erfahrungen der letzten Monate im Hinblick auf die Darstellung bzw. Sucheinstellungen umfassend überarbeitet und gestern ein technisches Update bereitgestellt.

Die neue Version ermöglicht es, den passenden CPV-Code auch über Synonyme zu recherchieren, indem Synonyme oder Keywords – in einem ersten Schritt für eine Auswahl von CPV-Codes – vergeben wurden. So werden den Nutzern bei der Suche nach gängigen Leistungen wie z.B. „Notebook“ oder „Trockenbau“  erstmals Vorschläge für CPV-Codes angeboten, die für eine mögliche Klassifizierung einer Ausschreibung verwendet werden können, in den vorgenannten Beispielen eben „Tragbare Computer“ (30213100-6) oder Gipskartonarbeiten“ (45324000-4).  Der gesuchte Begriff sowie weitere Synonyme (falls vorhanden) werden in einer gesonderten Box mit der Überschrift „Synonyme“ unter dem CPV-Code angezeigt und farblich markiert. So kann der Nutzer die Sinnhaftigkeit des gesuchten Begriffes und des dazu gehörenden CPV-Codes auch eigenständig überprüfen. Weitere Hinweise aus den offiziellen Erläuterungen der EU helfen dabei, die Kategorie im Sinne einer thematischen Abgrenzung besser einzuschätzen. Den gesamten Artikel lesen…

Open DataMit dem Hinweis, dass der Rohstoff der Zukunft Daten seien, kündigte Bundeskanzlerin Angela Merkel bereits im vergangenen September das neue Open-Data-Gesetz an.

In der vergangenen Woche hat die Bundesregierung nun den Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des E-Government-Gesetzes, das sogenannte Open-Data-Gesetz, auf den Weg gebracht.

Mit der unentgeltlichen Bereitstellung offener Daten durch Behörden der unmittelbaren Bundesverwaltung will die Bundesregierung eine Forderung aus der Digitalen Agenda erfüllen, die Rahmenbedingungen für einen effektiven und dauerhaften Zugang zu öffentlich finanzierten Daten zu verbessern. Den gesamten Artikel lesen…

Logo der EU-KommissionAuf eine Ausschreibung der EU-Kommission zur geplanten Überarbeitung des CPV-Codes (Common Procurement Vocabulary) hat cosinex den Zuschlag erhalten. Im Rahmen eines Beratungsprojekts wird bis zum Herbst diesen Jahres u.a. eine Expertengruppe mit dem Ziel begleitet, Maßnahmen für die Überarbeitung des CPV-Codes zu definieren. Unter Berücksichtigung der Erfahrungen aus möglichst vielen EU-Mitgliedsstaaten sollen in Abstimmung mit der Expertengruppe Ansatzpunkte gefunden werden, den Klassifikationsstandard dergestalt zu überarbeiten, dass zukünftig sowohl öffentliche Auftraggeber als auch Unternehmen bzw. potentielle Bieter im Rahmen öffentlicher Aufträge noch zielgerichteter zueinander finden.

Wir freuen uns, als Teil dieses Projekts u.a. die Moderation sowie die Steuerung der Expertengruppe in Abstimmung mit der EU-Kommission zu übernehmen und die Ergebnisse unseres Forschungsprojekts in die länderübergreifende Neuordnung des CPV-Codes einbringen zu können. Regelmäßige Leser unseres Blogs wissen, dass wir uns im Rahmen dieses Forschungsprojektes, u.a. in Zusammenarbeit mit der Ruhr Universität Bochum, bereits mit unterschiedlichen statistischen Analysen, qualitativen und quantitativen Aspekten des CPV-Codes sowie den Wechselwirkungen in der Praxis befasst haben. Im Fokus steht dabei die Frage, wie Vergabestellen mit elektronischer Unterstützung geeignete CPV-Codes finden und umgekehrt Unternehmen eine qualifiziertere „Treffermenge“ bei der Suche nach öffentlichen Aufträgen erhalten (vgl. hierzu die Beiträge „Empirische Studie zur Verwendung des CPV-Codes“ oder „Ergebnisse einer Umfrage zum CPV-Code“). Den gesamten Artikel lesen…

Desktop Computer Bildschirm mit E-Rechnung Nach einer Beschlussempfehlung des Innenausschusses hat der Deutsche Bundestag Anfang Dezember 2016 den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Umsetzung der Richtlinie 2014/55/EU über die elektronische Rechnungsstellung mit dem sog. „E-Rechnungs-Gesetz Bund“ verabschiedet.

Mit dem Gesetz wird nunmehr eine für alle öffentlichen Auftraggeber des Bundes, für Sektorenauftraggeber sowie für Konzessionsgeber gleichermaßen verbindliche Rechtsgrundlage zum Empfang und zur Verarbeitung elektronischer Rechnungen geschaffen. Kurz gesagt müssen sich öffentliche Auftraggeber darauf einstellen, elektronische Rechnungen zu akzeptieren. Nachdem wir uns im Rahmen eines Gastbeitrages bereits mit den Grundzügen zur E-Rechnung befasst haben, möchten wir einige Aspekte zur Neuregelung für Vergabestellen zusammenfassen.

Regelungen nicht nur für den Bund

Die Ausführungen zum Gesetzesentwurf der Bundesregierung stellen klar, dass das Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (2014/55/EU über die elektronische Rechnungsstellung im öffentlichen Auftragswesen) ausschließlich Regelungen für Stellen des Bundes, einschließlich der dem Bund zuzurechnenden Sektorenauftraggeber und Konzessionsgeber, umfasst. Den gesamten Artikel lesen…

BarrierefreiEine am vergangenen Freitag veröffentlichte EU-Richtlinie schreibt der öffentlichen Hand nicht nur die barrierefreie Ausgestaltung ihrer Internet-Angebote sondern auch etwaiger Apps für mobile Endgeräte vor und geht mit dem Adressatenkreis „Öffentliche Stelle“ weit über den Bereich der Kernverwaltung hinaus.

Im Amtsblatt der EU wurde am 02. Dezember die neue Richtlinie über den barrierefreien Zugang zu den Websites und mobilen Anwendungen öffentlicher Stellen veröffentlicht (EU 2016/2102). Dank ihr soll Behinderten und älteren Menschen der Zugang zu Daten und öffentlichen Dienstleistungen im Internet deutlich erleichtert werden.

Dies entpuppt sich für Insider bei näherer Betrachtung angesichts der Barrierefreien Informationstechnik Verordnung (BITV) in Deutschland – und selbst im Vergaberecht mit der Neuregelung nach § 11 Abs. 2 VgV – in zweierlei Hinsicht als ein u.U. bedeutender, weiterer Schritt, der alle öffentlichen Auftraggeber in Deutschland betrifft, auch solche, die nicht zur sog. Kernverwaltung von Bund, Länder oder Kommunen gehören.

Öffentliche Auftraggeber im Fokus

Adressatenkreis der Richtlinie sind öffentliche Stellen. Bei der Frage, was unter öffentlichen Stellen im Sinne dieser Richtlinie zu verstehen ist, verweist diese auf die Begriffsbestimmung des Art. 2 Abs. 1 Nr. 4 der Richtlinie 2014/24/EU, der sog. klassischen Vergaberichtlinie. Den gesamten Artikel lesen…

degov-logoIn der vergangenen Woche hat die publicplan GmbH, ein Unternehmen der cosinex Gruppe, gemeinsam mit Partnern auf dem Anwendertag „Drupal in der öffentlichen Verwaltung“ in Düsseldorf „deGov“ vorgestellt, das erste Drupal 8 basierte Content Management System, das sich auf die Bedürfnisse der Öffentlichen Hand fokussiert.

Unter Federführung der publicplan GmbH und in enger Zusammenarbeit mit vielen weiteren Partnern wie der 1xINTERNET GmbH oder Reinblau e.G. entstand eine Distribution eines Content Management System (CMS), die sich auf die Bedürfnisse öffentlicher Verwaltungen in Deutschland fokussiert und kostenfrei eingesetzt werden kann.

deGov basiert auf Drupal 8, einem der weltweit populärsten Web Content Management Frameworks. In vielen Ländern wie Australien, den USA aber auch Belgien und England setzen Behörden und öffentliche Einrichtungen für ihre Internetseiten und Portale auf Drupal. Eines der zumindest medial populärsten Beispiele ist die Internetseite des Weißen Hauses unter www.whitehouse.gov.

Auf Basis der vielen Jahre Expertise und Erfahrung im Bereich von Web- und Open Source-basierten Softwarelösungen für die öffentliche Verwaltung wurde durch publicplan und die beteiligten Partner eine auf die spezifischen Bedürfnisse abgestimmte Distribution erstellt. deGov ist aktuell auf folgende Einsatzgebiete optimiert:

  • Internetauftritte für Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen sowie Universitäten
  • E-Government-Portale mit Serviceorientierung
  • Beteiligungsportale zur Politikkommunikation
  • Offenes Anliegenmanagement und Crowdmapping
  • Datenportale zur Katalogisierung, Veröffentlichung und Visualisierung von offenen Daten
  • Intranet/Extranet für Behörden

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