Innovationen in der öffentlichen Vergabe

Die Europäische Kommission hatte im November 2025 eine Umfrage zur Interessenbekundung für ihr Programm Innovation Procurement Hubs eröffnet. Öffentliche Auftraggeber im Europäischen Wirtschaftsraum konnten sich darüber für maßgeschneiderte Unterstützung bei der Innovationsbeschaffung bewerben. Die Umfrage ist inzwischen geschlossen, das Programm läuft weiter.

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Update vom 17. August 2026: Die Umfrage zur Interessenbekundung ist geschlossen – das Formular meldet nur noch „This survey is now closed“. Das Programm selbst läuft weiter; die Kommission veröffentlicht fortlaufend Meldungen und nimmt weiter Mitglieder auf. Einstieg ist jetzt die Programmseite Innovation Procurement Hubs in der Public Buyers Community.

Update vom 25. Juni 2026: Im Programm „Innovation Procurement Hubs“ der Europäischen Kommission ist das erste Beratungspaket abgeschlossen. Beteiligt war eine öffentliche Stelle in Hamburg, die gemeinsam mit dem Programm ein Kennzahlensystem zur Wirkungsmessung ihrer Innovationsbeschaffung entwickelt hat.

Das Programm wird von der Generaldirektion für Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU sowie der Exekutivagentur für den Innovationsrat und für KMU (EISMEA) durchgeführt. Die Umfrage dient als zentrales Zugangsportal für alle Unterstützungsangebote des Programms.

Ziel ist es, die bestmögliche Übereinstimmung zwischen den Bedürfnissen der Organisationen und der bereitgestellten Unterstützung sicherzustellen und den Nutzen für die Teilnehmer zu maximieren.

Zwei Formen der Unterstützung

Das Programm bietet zwei verschiedene Unterstützungsformen an. Interessierte Organisationen können sich für direkte Beratungs- und Consulting-Unterstützung bewerben. Diese umfasst expertengeleitete Unterstützungspakete, die auf die spezifischen Herausforderungen der jeweiligen Organisation zugeschnitten werden.

Alternativ oder zusätzlich können öffentliche Auftraggeber am Peer-to-Peer-Austausch teilnehmen. Dabei werden Organisationen basierend auf Matching-Kriterien mit geeigneten Partnern und Best-Practice-Organisationen zusammengebracht, um Wissen und Erfahrungen auszutauschen.

Quartalsweise Auswahl der Teilnehmer

Die Kommission wählt und priorisiert die Teilnehmer vierteljährlich. Die Verfügbarkeitszeiträume in der Umfrage werden jeweils zu Beginn der Monate Dezember, März, Juni und September aktualisiert.

Organisationen, die in einem bestimmten Quartal nicht ausgewählt werden, müssen ihre Interessenbekundung nicht erneut einreichen. Das Programmteam behält die eingereichten Informationen und prüft sie in den folgenden Quartalen erneut. Bei einer Auswahl wird die Organisation kontaktiert, um Verfügbarkeiten zu bestätigen und Termine zu vereinbaren.

Eine erneute Einreichung ist nur erforderlich, wenn sich andere Elemente wie relevante Problembereiche, Prioritäten bei Unterstützungspaketen, Reifegrad oder sektoraler Fokus ändern.

Dreiteilige Umfrage

Die Umfrage gliedert sich in drei Teile. Im ersten Teil werden allgemeine Informationen über die Organisation erhoben, einschließlich der wichtigsten Herausforderungen bei der Umsetzung von Innovationsbeschaffung und der gewünschten Unterstützungsform.

Der zweite Teil erfasst beratungsbezogene Informationen. Dazu gehören die Ursachen für die identifizierten Herausforderungen, Prioritäten bei den Unterstützungspaketen sowie mögliche Synergien und die Verfügbarkeit für die Durchführung der Beratungsunterstützung.

Im dritten Teil werden Daten für den Peer-to-Peer-Austausch gesammelt. Dies umfasst Matching-Dimensionen wie geografische Reichweite, Reifegrad der Organisation im Bereich Innovationsbeschaffung, sektoraler Fokus sowie Prioritäten beim Matching und die Verfügbarkeit für die Teilnahme an Austauschformaten.

Quelle und weitere Informationen

Titelbild: Ameen Fahmy – Unsplash