
Mit der am 15. Oktober 2025 veröffentlichten Mikroelektronik-Strategie legt die Bundesregierung den Rahmen für die künftige Entwicklung von Forschung, Fachkräften und Fertigung in der Halbleiterbranche. Auch der öffentlichen Beschaffung könnte eine Rolle zukommen.
Die Strategie wurde gemeinsam vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) sowie dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt erarbeitet. Sie bündelt nationale und europäische Maßnahmen, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen und europäischen Mikroelektronikindustrie zu sichern und auszubauen.
Ziel: Technologiesouveränität und Wettbewerbsfähigkeit
Mikroelektronik gilt als eine der zentralen Schlüsseltechnologien für Innovation, Digitalisierung und Klimaschutz. Leistungsfähige Chips sind Grundlage für Anwendungen in Bereichen wie Künstliche Intelligenz, Internet der Dinge, Elektromobilität und automatisiertes Fahren.
Mit der neuen Strategie will die Bundesregierung sicherstellen, dass Deutschland und Europa nicht nur Anwender, sondern auch Entwickler und Hersteller dieser Technologien bleiben.
Die Strategie setzt auf eine enge Verzahnung von Forschung, industrieller Entwicklung und Fachkräfteförderung. Dabei sollen bestehende Programme, etwa die IPCEI-Förderlinien („Important Projects of Common European Interest“) und das Europäische Chip-Gesetz, in ein kohärentes Gesamtkonzept eingebettet werden.
Öffentliche Auftragsvergabe
Öffentliche Beschaffung und Auftragsvergabe werden im Rahmen der Strategie – „Wenn möglich und zweckmäßig“ – als mögliche Hebel zur Stärkung der lokalen Nachfrage genannt.
Entsprechende Maßnahmen könnten indes nur europäisch koordiniert umgesetzt werden und seien sorgfältig mit der WTO abzustimmen. Zudem dürfe es weder zu nennenswertem Bürokratieaufbau, noch zu öffentlichen Mehrausgaben im Rahmen neuer Subventionstatbestände kommen
Quelle und Links
- Mikroelektronik als Schlüsseltechnologie in Europa stärken
- Mikroelektronik-Strategie der Bundesregierung (PDF)
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