Vergabestatistik I: Auftraggeber und Auftragsarten

Zitiervorschlag:
Witte: „Vergabestatistik I: Auftraggeber und Auftragsarten“, in cosinex Blog. URL: https://csx.de/2280. (Abgerufen am: Uhr)

Vergabestatistik

Im ersten Teil unserer Beitragsreihe zur Vergabestatistik betrachten wir den Datensatz zu Zahl und Volumen der im ersten Halbjahr 2021 vergebenen öffentlichen Aufträge und Konzessionen.

Im Oktober hat das Statistische Bundesamt erstmals Daten zur Vergabe öffentlicher Aufträge veröffentlicht – das cosinex Blog berichtete. Zwar erstrecken sich diese zunächst nur über das erste Halbjahr 2021, bieten aber bereits eine Vielzahl von Informationen und Darstellungsarten, etwa zu Zuschlagskriterien, zur Zahl der Angebote oder zu strategischen Aspekten.

Wir werden die verfügbaren Daten der Vergabestatistik im cosinex Blog vorstellen – und die jeweiligen Artikel ergänzen, wenn das Statistische Bundesamt weitere Daten veröffentlicht. Den Auftakt macht eine allgemeine Übersicht nach Auftraggebern und Auftragsarten auf Grundlage der Tabelle 79994-0001 (Vergebene öffentliche Aufträge und Konzessionen, Auftragsvolumen: Deutschland, Quartale, Auftraggeberebene, Schwellenwert, Auftragsart).

Der Datensatz unterscheidet Bund, Länder, Kommunen und Sonstige als Auftraggeber sowie Lieferaufträge, Dienstleistungsaufträge und Bauaufträge. Über alle Auftraggeber und -arten hinweg wurden demnach im ersten Halbjahr 2021

  • 86.978 Aufträge
  • mit einem Gesamtvolumen von 52.713.047.000 Euro
    vergeben.

Nach Auftragsvolumen

Differenziert nach Auftraggebern und Arten ergibt sich bezogen auf das Auftragsvolumen folgendes Bild – Beträge in Mio. EUR:

Die folgende Darstellung unterscheidet zusätzlich nach Oberschwelle und Unterschwelle - Beträge in Mio. EUR:

Anzahl vergebener Aufträge

Schauen wir anstelle des Volumens auf die Zahl vergebener Aufträge im Berichtszeitraum, dem ersten Halbjahr 2021:

Auch hier ist eine Differenzierung nach Ober- und Unterschwelle möglich:

Eine zeitliche Differenzierung erscheint zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht zielführend, wäre sie doch lediglich zwischen den beiden vorliegenden Quartalen 1 und 2 des Jahres 2021 möglich. Interessanter wird diese Betrachtung, wenn Daten zu längeren Zeiträumen vorliegen, so dass beispielsweise ganze Jahre verglichen werden können.

Die Vergabestatistikverordnung

Im Oktober 2020 startete die Erhebung von Vergabestatistikdaten durch das Statistische Bundesamt auf Grundlage der Vergabestatistikverordnung. Seither sind deutschlandweit alle öffentlichen Auftraggeber, Sektorenauftraggeber und Konzessionsgeber verpflichtet, die Vergabe eines öffentlichen Auftrags oder einer Konzession mit einem Auftragswert von mehr als 25.000 Euro ohne Umsatzsteuer an die Vergabestatistik zu melden.

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