Beratungsleistungen der Auftragsberatungsstellen im vergangenen Jahr gestiegen

Logo der AuftragsberatungsstellenDas Öffentliche Auftragswesen stellt die Behörden in Bund, Ländern und Kommunen sowie gleichzeitig auch die Fördermittelempfänger vor immer neue Herausforderungen. Viele wirtschaftliche und zunehmend differenziertere rechtliche Aspekte müssen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge beachtet werden.
Mit den erst kürzlich veröffentlichten EU-Vergaberichtlinien, welche in spätestens zwei Jahren in nationales Recht umgesetzt werden müssen, kommen neue, aber nicht minder komplexe Vorschriften auf die betroffenen Akteure zu.

Auftragsberatungsstellen als Ansprechpartner für Vergabestellen und Unternehmen

In fast allen Bundesländern stehen den Unternehmen und Öffentlichen Auftraggebern die sogenannten Auftragsberatungsstellen als Ansprechpartner zur Seite.
Sie gehören zu den Selbstverwaltungseinrichtungen der deutschen Wirtschaft und sind ganz überwiegend gemeinschaftliche Dienstleistungseinrichtungen der Industrie- und Handelskammern und der Handwerkskammern des jeweiligen Bundeslandes.

Die Ständige Konferenz der Auftragsberatungsstellen (STKA) veröffentlicht nun einen Tätigkeitsbericht mit aktuellen Zahlen für ganz Deutschland. „Die Statistik zeigt den enorm gestiegenen Beratungsbedarf im letzten Jahr. Durch die Auftragsberatungsstellen wurden rund 25.000 Beratungen durchgeführt. Im Gegensatz zum Vorjahr ist dies eine Steigerung von fast 20 %„, erläutert STKA-Sprecherin Anja Theurer.

Darüber hinaus wurden im Jahr 2013 mehr als 20.000 Ausschreibungsrecherchen für Unternehmen und über 9.000 Zubenennungen potenzieller Bieter an Öffentliche Auftraggeber für Freihändige Vergaben und Beschränkte Ausschreibungen durchgeführt.

Der gestiegene Beratungsbedarf muss seinen Grund nicht allein in der qualitativ sicher guten Arbeit der Auftragsberatungsstellen haben.
Möglicherweise leistet vielmehr die steigende Komplexität des Vergaberechts (die inzwischen fast normal gewordenen, landesvergaberechtlichen Regelungen und die damit einhergehende Rechtszersplitterung) ihren Anteil. Hierzu passt eine aktuelle Online-Petition im Deutschen Vergabenetzwerk (DVNW), die – wenn auch wohl im Kontext der Kaskade – die Frage nach einem einheitlichen Vergabegesetzbuch erneut aufgreift.

Den zentralen Internet-Auftritt der Auftragsberatungsstellen in Deutschland finden Sie unter: www.abst.de. Dort ist im Bereich „Aufgaben“die aktuelle Statistik aufgeführt.

(Quelle: Auftragsberatungsstelle Brandenburg)

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