CIO in Nordrhein-Westfalen

Der CIO als weiterer Schritt in Richtung „moderner und sicherer Verwaltung“

CIO NRWDer unverändert wachsenden Bedeutung der Informationstechnik begegnen Unternehmen organisatorisch seit nunmehr über zehn Jahren mit sog. CIOs (Chief Information Officern), die nicht nur bei IT-Unternehmen in der Regel den Rang von Vorständen oder Mitgliedern der Geschäftsleitung haben. Dieser Trend hat sich gerade auch auf Ebene der Bundesländer recht rasch fortgesetzt. So übernahm für das Land Hessen Harald Lemke bereits 2003 als erster Staatssekretär eines Bundeslandes den Titel eines „CIO“. In den folgenden Jahren folgten viele Bundesländer dieser Idee in Bezug auf die Einrichtung vergleichbarer Positionen oder begannen, die bereits bestehenden Positionen mit vergleichbarer Aufgabenstellung der neuen „Namenskonvention“ anzupassen. 

Gut Ding will Weile

Wohl auch bedingt durch die Regierungswechsel der letzten Jahre sowie zum Schluss der vorgezogenen Neuwahl im vergangenen Jahr zieht das Land Nordrhein-Westfalen (erst jetzt) nach und stellt in dieser Woche den zukünftigen CIO des Landes vor: Ab dem 01. November übernimmt Hr. Hartmut Beuß die Aufgabe des „Beauftragten der Landesregierung Nordrhein-Westfalen für Informationstechnik (CIO)“.

Primäreres Ziel ist es, im Rahmen der Verwaltungsmodernisierung die Verfahren und Lösungen zu vereinfachen respektive transparenter, moderner sowie bürgerfreundlicher zu gestalten, aber auch parallel dazu IT-Strategien zu entwickeln.

„Ich freue mich auf die neue Herausforderung. Eine leistungsfähige, zukunftsorientierte und bürgernahe Verwaltung ist ohne moderne IT und Kommunikationskanäle nicht mehr vorstellbar“, so Beuß. „Dafür ist zentrale Planung ebenso unverzichtbar wie die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Fachressorts und auch mit der kommunalen Familie.“

Angesichts des E-Government-Gesetzes des Bundes und vieler Reformvorhaben stehen sicher genug Aufgaben an. Entsprechend umfangreich fällt die Aufgabenbeschreibung des künftigen CIO laut der aktuellen Presseerklärung des MIK NRW aus:

  • Dauerhafte strategische Steuerung der IT innerhalb der Landesverwaltung; ferner Umsetzung des E-Government-Gesetz des Bundes und der verbindlichen IT-Sicherheitsleitlinie,
  • Ausbau von E-Government und Open Government, zum Beispiel bei elektronischen Bürgerdiensten…,
  • Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen im IT-Planungsrat,
  • Ansiedlung von IT-Firmen in NRW,
  • Öffentlichkeitsarbeit für E-Government und Informationstechnik.

Als IT-Unternehmen, dessen Hauptsitz sich in Nordrhein-Westfalen befindet, und das bereits eine Reihe von IT- und insbesondere E-Government-Projekten für alle Verwaltungsebenen in Nordrhein-Westfalen umsetzen durfte, aber auch als der Private Partner von d-NRW, freuen wir uns über diese Entscheidung.

Öffentlichkeitsarbeit im Bereich E-Government

Dabei wird das Thema „Öffentlichkeitsarbeit“ als eine der wenigen (wenngleich auch weniger kritischen) Schwachstellen im Ländervergleich wahrgenommen. Dabei ist E-Government in Nordrhein-Westfalen trotz der schwierigen Strukturen eines großen Flächenlandes auf allen Verwaltungsebenen viel weiter, als es der medialen Berichterstattung entnommen werden kann.

Einen Beleg hierfür liefert u.U. auch der „Surf-Tipp der Woche“ aus Sicht der cosinex im Bereich E-Government für alle in Nordrhein-Westfalen lebenden Bürger, die sich einen Überblick über „Umweltdaten“ ihres Wohn- oder ggf. auch Arbeitsumfelds verschaffen wollen – http://www.uvo.nrw.de.

Die offizielle Pressemitteilung zum neuen CIO des Landes finden Sie im folgenden Link des Ministeriums für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen.

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